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Zwei an eins: Dies ist die Zauberformel

DOPPELTER SPIELSPASS MIT DER MOBILE STATION

Zwei an eins: Dies ist die Zauberformel, die wir letztes Mal bereits kennengelernt haben. Zwei Mobile Station Artikel-Nr. 60657 oder Artikel-Nr. 60653 haben wir an eine Gleisbox (z.B. Artikel-Nr. 60116) angeschlossen. Das eine Gerät ist der Chef im Ring. Dieses Gerät wird auch als Master bezeichnet. Dieses Gerät hat folgende Aufgaben:

  • Alle Lokomotiven, die wir im gemeinsamen Spiel nutzen wollen, müssen in diesem Gerät in der internen Lokliste eingerichtet sein.
  • Wenn wir neue mfx-Modelle ins Spiel integrieren wollen, müssen diese beim Master eingerichtet werden.
  • Wenn eine Lok umprogrammiert werden soll, erfolgt dies am Master.

Alle anderen Möglichkeiten sind bei den beiden Geräten identisch. Beide können jede Lok aus der internen Liste des Masters in die jeweils eigene aktive Lokliste übernehmen. Von dort kann diese Lok dann aufgerufen und gesteuert werden. Das heißt, dass die Geschwindigkeit verändert wird, die Fahrtrichtung kann umgeschaltet werden oder die in der Lok eingebauten Funktionen können ein- und ausgeschaltet werden. Bis zu 16 Funktionen sind so schaltbar.

Aber bevor wir dieses Thema vertiefen, schauen wir uns noch einmal etwas genauer die „interne Lokliste“ an. Diese Lokliste beinhaltet alle Loks aus dem eigenen Bestand. Bis zu 40 dieser Lokeinträge können in dieser Liste hinterlegt werden.

Diese interne Liste funktioniert somit wie eine Kontaktliste bei einem Smartphone. Beim Smartphone hinterlegt man in der Kontaktliste die Daten aller Freunde, Bekannten etc., die man gegebenenfalls anrufen möchte. Die Telefonnummer des jeweiligen Gesprächspartners braucht man nicht mühsam auswendig zu lernen. Diese sind in der Kontaktliste mit gespeichert. Aufrufen tun wir die Kontakte über Schlagwörter, die wir gut auseinander halten können. Hinter „Zuhause“ sind z. B. die Daten für den Festnetzanschluss im eigenen Heim gespeichert. „Robby Handy“ hingegen ist die Mobil-Telefonnummer eines guten Freundes.

Genauso sollte man auch die Aufgabe der Einträge in der internen Liste betrachten und auch entsprechend einrichten. Für jeden Eintrag sucht man sich einen Namen aus, den man sich gut merken kann. „Adresse 47“ ist sicherlich schwerer zu merken wie der Name „Roter Flitzer“, wenn diese Bezeichnung sowieso gerne für eines seiner Fahrzeuge verwendet wird. 

So sehen die Lokkarten aus.

Wenn eine Lok in der MS 2 eigerichtet wird, erfolgt der Eintrag nicht nur in der aktiven Liste, deren bis zu 10 Einträge im Display angezeigt werden, sondern parallel dazu auch immer in dieser internen Liste. Wird die Funktion „Lok freigeben“ ausgeführt, dann wird die gerade aktuell aufgerufene Lok in der aktiven Lokliste entfernt. Der Eintrag in der internen Lokliste bleibt aber bestehen. Wird hingegen die Funktion „Lok löschen“ verwendet, wird der jeweilige Eintrag aus beiden Loklisten entfernt.

Was ist der Vorteil dieser beiden Listen? Am Anfang besaß die MS 2 nur die aktive Lokliste. Wer mehr als 10 Loks besitzt hatte mit dieser Lösung das Problem, dass er im Spiel immer wieder gezwungen war Loks erneut einzurichten, wenn diese wieder in den Spielbetrieb übernommen werden sollten.

Bei einer mfx-Lok ist dies nur eine kurze Wartezeit, die man abwarten musste. Aber bei einer Lok, die über das MM- oder DCC-Signal gesteuert wurde, musste dies immer wieder manuell durchgeführt werden. Auch alle sonstigen Änderungen wie z. B. die Funktionsbelegung, eine gegenüber dem Serienzustand veränderte  Adresse, der gewünschte Name, etc. mussten bei diesen Modellen mühsam wieder hergestellt werden. Nur die Verwendung einer Lokkarte Nr. 60135 war hier ein Ausweg, um diese Prozedur abzukürzen.

Mit der internen Liste ist die Vorgehensweise jetzt viel einfacher. In der internen Liste habe ich meinen kompletten Fuhrpark angelegt. Beim  Anlegen einer Lok in der aktiven Liste habe ich jetzt nicht nur die Möglichkeit eine Lok manuell oder aus der Datenbank heraus anzulegen, sondern es gibt zusätzlich die Auswahl die Lok aus dieser Lokliste zu wählen. Dies ist in der Praxis der eleganteste und schnellste Weg. Wobei diese Lokliste des Masters allen angeschlossenen MS 2 zur Verfügung steht.  Alle im eigenen Fuhrpark befindlichen Loks können daher von jeder MS 2 aufgerufen und gesteuert werden. Doch dazu im Detail mehr in der nächsten Folge.