DE
EN

Technik erklärt: die Mobile Station 3

FAHRSPASS OHNE ENDE

Der Spielbeginn mit einer mfx-Lok ist an Komfort wohl nicht zu überbieten. Einfach die Lok auf das Gleis stellen und warten, bis sich diese an der Mobile Station von selbst angemeldet hat – fertig.

Diese Anmeldung muss natürlich nur einmal vorgenommen werden. Bei einem erneuten Systemstart weiß die Mobile Station noch genau, welche Modelle bei ihr eingerichtet sind. Und auch individuelle Änderungen, wie zum Beispiel ein neuer Namen, sind natürlich dauerhaft gespeichert. Anstatt dem Namen „V 200“ können zum Beispiel auch Spitznamen wie „Kraftbulle“ oder „roter Flitzer“ gewählt werden. Nehmt eine Bezeichnung, über die ihr eindeutig die Lok identifizieren könnt. Eine solche Änderung des Namens kann jederzeit vorgenommen und auch wieder korrigiert werden. Nur eine Grenze sollte man mit einbeziehen. Die Länge des Namens sollte so gewählt werden, dass dieser auch auf das Display passt.

Bei Mfx-Loks wird dieser neue Namen dann sogar auch im Lokdecoder abgespeichert. Wird die Lok dann an einem anderen mfx-System angemeldet, dann steht dort als Namen nicht mehr „V 200“, sondern eben der von uns ausgesuchte treffende Namen. Nur nach einem „Decoder-Reset“, bei dem der Decoder wieder in den Auslieferungszustand zurückversetzt wird, ist der ursprüngliche Name automatisch wieder eingestellt.

Die Digital-Geschichte bei der Modellbahn ist älter als das mfx-System, das die neueste und modernste Entwicklungsstufe der Mehrzugtechnik darstellt. Daher gibt es auch andere Decodertypen, die teilweise auch heute noch in Neufahrzeugen angeboten werden. Für diese Modelle brauchen wir eine andere Strategie beim Einrichten entsprechend ausgerüsteter Loks.

Von Vorteil ist es hier, wenn es sich um ein H0-Fahrzeug von Märklin handelt. Denn in der Mobile Station befindet sich für diese Modelle eine Datenbank, in der alle notwendigen Daten dieser Fahrzeuge enthalten sind. Um eine solche Lok einzurichten, müssen wir nur die Artikelnummer kennen. Zum Beispiel soll es die BR 185 mit der Artikelnummer 36850 sein. Dieser Urahn der heutigen modernen Elektrolokomotiven im Märklin Start-Up-Sortiment besitzt ab Werk einen fx-Decoder, der auf das MM-Format (MM = Abkürzung für Märklin Motorola) regiert und die Adresse 24 ab Werk besitzt.

Die BR 185 (Art.36850)

Wir suchen im ersten Schritt eine freie Stelle in unserer aktiven Lokliste. Da wir bisher nur eine mfx-Lok angemeldet haben, bleiben 9 freie Positionen, bei der wir diese neue Lok anlegen können. Danach wechseln wir in das Menü „Neue Lok“. Hier wählen wir den Auswahlpunkt „Aus Datenbank“ und suchen dort die Artikelnummer 36850. In der Liste sind die Artikelnummern aufsteigend angezeigt. Durch gleichzeitiges Drücken der Shift-Taste und Drehen am Geschwindigkeitsregler gelangen wir durch die Liste. Zuerst erscheinen übrigens die vierstelligen Artikelnummern, wie sie bis 1996 üblich waren, in der Anzeige. Danach beginnen dann die fünfstelligen Artikelnummern, wie wir sie heute kennen. Beispiel:

3682

36820

36821

  :

3683

36830

usw. 

Wird der gesuchte Datensatz übernommen, dann wird die Adresse eingerichtet, die das Modell ab Werk besessen hat. Wurde diese nach dem Kauf geändert, muss diese Änderung noch manuell eingetragen werden. Welche Funktionen das Modell zum Schalten besitzt ist ebenfalls durch diesen Datensatz eingerichtet. Passende Bilder für die einzelnen Funktionen sind hier natürlich auch automatisch mit voreingestellt. Der Name, über den die Lok in der Lokliste zu identifizieren ist, orientiert sich ab Werk an der Betriebsnummer der entsprechenden Lok. Aber wie bei einer mfx-Lok können wir diesen Namen natürlich gerne anpassen.

Eine solche Märklin-Lok, die wir hier eingerichtet und angepasst  haben, kann natürlich auch auf einem anderen System eingesetzt werden. Sollte es sich um ein mfx-System wie die CS 2, CS 3, CS 3 plus oder MS 2 handeln, gibt es noch eine weitere Alternative um diese Lok dort anzumelden. Mit einer Lokkarte können alle relevanten Informationen von unserem Erstsystem übernommen werden und auf das andere System übertragen werden. Diese Lokkarten gibt es in einer Rohversion ohne Daten unter der Artikelnummer 60135. Diese Anschaffung ist aber - wie bereits angedeutet - nur sinnvoll, wenn man die Daten auch für andere Systeme benötigt. Ansonsten genügt es vollkommen, wenn wir alle Informationen in unserer einzigen Mobile Station gespeichert haben.

Aber was machen wir mit der Lok, die früher als reine Analoglok ausgeliefert wurde und die später mit einem fx-Digitaldecoder nachgerüstet wurde? Dieses Modell können wir am besten manuell anlegen. Wie dies geht, stellen wir im nächsten Heft vor.

Die Lokkarten von Märklin (Art.60135)