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Technik erklärt: die Mobile Station 02

Der Aufbau und Anschluss einer Modellbahn ist schwierig und zeitaufwendig? Nicht mit dem Märklin C-Gleis und der Mobilen Station. Folgende Schritte reichen hierzu aus.

 

1. Wir schließen die beiden roten und braunen Kabel, die aus der Gleisbox 60116 kommen, an ein x-beliebiges C-Gleisstück unserer im Aufbau befindlichen Anlage an. Das rote Kabel kommt an die mit „B“ bezeichnete Anschlussfahne auf der Unterseite des C-Gleises, während das braune Kabel an die mit „0“ gekennzeichnete Kontaktfahne aufgeschoben wird. „B“ steht in diesem Fall für Bahnstrom. „0“ = Null ist der gemeinsame Rückleiter und wird auch häufig als „Masse“ bezeichnet.

2. Jetzt stecken wir alle Gleise zur gewünschten Anlage zusammen. Dank der genial einfachen Verbindung des C-Gleises ist dies ratzfatz erledigt.

3. Nun stecken wir die Anschlussbuchse der Mobilen Station 60653 an eine der beiden Anschlussbuchsen auf der Vorderseite der Gleisbox. Das Anschlusskabel der Mobilen Station ist fast zwei Meter lang. Dies ergibt einen Aktionsradius rund um die Gleisbox mit einem Durchmesser von ca. vier Metern! Dies ist für (fast) alle Kinderzimmer mehr als ausreichend.

4. Den Klinkenstecker des Schaltnetzteils 66360 stecken wir in die passende Buchse auf der Vorderseite der Gleisbox. Das Schaltnetzteil selbst wird in eine Haushaltssteckdose mit 230 V Haushaltsspannung eingesteckt. Dies reicht aus, um sofort mit dem Spielbetrieb zu beginnen.

Bei dem IR-Handregler hatten wir die Auswahl zwischen vier verschiedenen Lokadressen, die über einen Wahlschalter ausgesucht wurden. Bei jeder dieser Loks konnte man bis zu fünf Funktionen schalten. Die Mobile Station bietet hier eine viel größere Auswahl. Sie besitzt eine interne Lokliste, in der man alle Loks, die man besitzt, anlegt. Dieser Speicher kann bis zu 40 verschiedene Einträge verwalten. Dies ist wie eine Telefonliste in einem Smartphone. Dort legt man all seine Freunde und Bekannte mit Telefonnummer an, damit man ihnen schnell und komfortabel eine SMS senden oder sie, ohne die Telefonnummer jedes Mal eingeben zu müssen, anrufen kann. Bei der Mobilen Station wird für jedes Modell hinterlegt, unter welchem Namen ich es finden und angezeigt bekommen kann, welche Funktionen das Modell besitzt, welche Lokomotiv-Gattung – Dampf-, Elektro- oder Diesellok – bei der Anwahl dieses Modells auf dem Display angezeigt werden soll und gegebenenfalls unter welcher Adresse dieses Modell von der Mobilen Station angesprochen wird. Für die Technik-Freaks: zusätzlich muss natürlich auch das System wissen, welches Digitalformat der Decoder versteht. Der IR-Handregler kann das bewährte MM-Format ausgeben. Für die Mobile Station sind aber auch das mfx- und das DCC-Format kein Problem. 

Bei einem Smartphone ist es natürlich sehr komfortabel, wenn einem der Freund oder Freundin die eigene Nummer einfach selbst anlegt. Solche „duften Kumpels“ sind auch die mfx-Loks bei der Mobile Station. Diese legen sich nämlich selbst an. Daher stellen wir so eine Lokomotive nur auf die Gleisanlage und prüfen noch kurz, ob der Fahrstrom zur Anlage eingeschaltet ist. Dieser kann nämlich durch Drücken der Stopp-Taste unterbrochen werden. Zum Beispiel wenn ein Crash auf einer Anlage sonst unausweichlich wäre. Ohne Strom kann die mfx-Lok aber nicht mit der Mobilen Station kommunizieren. Wenn wir sicher sind, dass der Fahrstrom eingeschaltet ist, müssen wir nur noch zwei bis drei Minuten maximal warten. Die mfx-Lok wird automatisch in die interne Lokliste der MS 2 und – falls eine Position frei ist – auch in die aktive Liste der MS 2 eingetragen. Aktive Liste? Ja, unsere MS 2 besitzt im Display am unteren Rand 10 Punkte, mit denen man Lokeinträge verankern kann. Zur Auswahl dieser Loks muss man nur den Auswahl-Cursor auf die gewünschte Lok bugsieren und dann diesen Eintrag auswählen. Die letzte Fahrinformation und auch die Schaltzustände der einzelnen Funktionen werden dabei sofort übernommen und wir können die neuen Fahr- und Schaltbefehle sofort einstellen und ausführen. Zum Fahren der Lok wird der Fahrregler im Uhrzeigersinn gedreht. Im Display erscheint ein Geschwindigkeitsbalken, der umso länger ist, je schneller die Lok fährt. Dreht man den Fahrregler nach links entgegen dem Uhrzeigersinn, wird die Fahrgeschwindigkeit wieder verringert. Drückt man auf den Fahrregler, wird die Fahrtrichtung geändert. Erkennbar an dem Fahrtrichtungspfeil im Display, der wechselt.

In der nächsten Ausgabe werden wir kennenlernen, wie man weitere Steuerbefehle ausführt und wie man auch Loks ohne mfx-Decoder einrichten kann. Ansonsten drücken wir dir bis dahin die Daumen, dass du – falls gewünscht – die Mobile Station unter dem Weihnachtsbaum vorgefunden hast. Toi, Toi, Toi!