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Technik erklärt: die IR Steuerung

Der Anschluss der IR-Steuerung aus den Start up-Startsets war Mittelpunkt der letzten Ausgabe. Heute geht es um die eigentliche Bedienung des Handgerätes, mit dem wir folgende Aufgaben durchführen können:

  • Auswahl der Lok, die wir steuern wollen
  • Geschwindigkeit der Lok verändern
  • Fahrtrichtung der Lok verändern
  • Optionales Schalten von zusätzlichen Schaltfunktionen in den Loks
  • Betätigen der Funktion "Stop" in brenzligen Situationen und Ausschalten der Betriebsspannung am Gleis
  • Einstellen der Adresse bei einer Märklin-Lok mit
  • elektronisch programmierbarem Decoder

 

Für die Auswahl der Loks können bis zu vier verschiedene Adressen ausgewählt werden. Diese haben bei unserem Steuerungssystem die Bezeichnung 1, 2, 3 und 4. Diese IR-Steuerung basiert auf dem Märklin-Motorola-Format, wie es seit über 30 Jahren von Märklin angeboten wird. Dieses Format unterstützt ursprünglich 80 verschiedene Adressen. Unsere IR-Fernsteuerung nutzt nur vier  dieser Adressen:

Position 1    =    MM-Adresse 78

Position 2    =    MM-Adresse 72

Position 3    =    MM-Adresse 60

Position 4    =    MM-Adresse 24

 

Diese vier Adressen sind somit mit den Adressen identisch, die schon bei dem Märklin-Einsteigersystem mit dem Namen DELTA aus den 90er Jahren verwendet wurden. Damals war jeder Adresse eine bestimmte Fahrzeuggattung zugeordnet. Noch heute orientieren sich die Märklin-Ingenieure bei der Festlegung der Adresse der Start up-Modelle an diese Vorgaben. Ausnahmen sind aber möglich.

Adresse 78    =    Dampflokomotiven

Adresse 72    =    Diesellokomotiven

Adresse 60    =    Triebwagen

Adresse 24    =    Elektrolokomotiven

 

Die meisten Start up-Startpackungen beinhalten Dampfloks. Daher müssen wir in diesem Fall den Adressschalter auf Position 1 stellen. Wichtig: Damit der IR-Controller funktioniert, müssen die beiden Batterien vorher eingesetzt werden. Dabei ist die richtige Polarität (Kennzeichnungen "+" und "-" an der Batterie müssen mit der entsprechenden Kennzeichnung im Batteriefach übereinstimmen) der Batterien ein wichtiger Punkt. Eine falsche Polarität kann zum Zerstören des Controllers führen! Prüft jetzt bitte, ob das Schaltnetzteil zum Versorgen der Basisstation in eine Steckdose des Haushaltsnetzes gesteckt ist. Nur so kann ja die Anlage und die Lok mit elektrischer Leistung versorgt werden.

Ein Ein- und Ausschalter benötigt der IR-Controller nicht. Sobald eine Bedienungstaste betätigt wird, schaltet sich das Gerät parallel dazu ein. Sollte es für ein paar Minuten nicht betätigt werden, schaltet sich das Gerät automatisch aus. Wichtig: Die Lok bleibt dann auch automatisch stehen. Mit dieser Schaltung ist sichergestellt, dass ein Startset nicht unbeaufsichtigt stundenlang in Betrieb ist. 

Jetzt betätigen wir die Taste für die Erhöhung der Geschwindigkeit (gekennzeichnet mit einem "+"). Dies erfolgt in mehreren Stufen bis zur Endgeschwindigkeit der Lok.

Zum Reduzieren der Geschwindigkeit wird die Taste "-" genau darunter verwendet. So können wir stufenweise jede gewünschte Geschwindigkeit bei der Lok einstellen.

 

Der Empfänger für den IR-Controller befindet sich übrigens in der Basisstation. Von daher sollte der Controller nach Möglichkeit immer in die Richtung der Basisstation gehalten werden und nicht auf die Lok. Aber auch die Reflexionen des IR-Signals in einem Zimmer reichen normalerweise bereits aus, sodass die Basisstation die gewünschten neuen Fahrbefehle auch indirekt empfängt.

Jetzt können wir unsere Lok fahren lassen. Die anderen Bedienungsmöglichkeiten des IR-Fahrreglers lernen wir in den nächsten Ausgaben dann schrittweise kennen. Bis dahin viel Spaß beim Testen!