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Lokgewicht

WARUM SIND LOKOMOTIVEN SO SCHWER?

Wenn du dich mit dem Thema Eisenbahn beschäftigst, ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass Lokomotiven immer sehr schwer sind und viele Tonnen wiegen. Wieso ist das denn eigentlich der Fall?
 

DIE GRÜNDE

Da kommen mehrere Punkte zusammen. Die alten Dampflokomotiven mussten immer auch riesige Mengen an Wasser und Kohle mit sich führen, damit sie fahren konnten. Alleine das macht schon viele Tonnen aus. Hinzu kommt, dass ältere Lokmodelle auch in massiver Stahlbauweise gefertigt wurden. So konnten sie die hohen Belastungen während der Fahrten bewältigen. Der damalige Wissensstand in der Materialkunde entsprach nicht im Entferntesten den modernen Techniken von heute.
 

ENTSCHEIDEND IST DIE PHYSIK

Ganz wichtig, und das gilt ebenso für die modernen Lokomotiven, ist aber die Physik. Die Räder einer Lokomotive liegen auf den Schienen auf. Das Gewicht der Lok dient als Anpressdruck. Bei der Fahrt kommt dann die Haftreibung zum Tragen. Diese Kraft verhindert das Durchdrehen der Räder. Je schwerer die Lok ist, desto weniger Reibung entsteht. Wäre sie zu leicht, würde sie nicht fahren. Der Reibungskoeffizient zwischen dem Stahl der Räder und dem Stahl der Schienen wäre zu gering. Im Umkehrschluss heißt das: Je weniger Reibungsverlust entsteht, desto mehr Gewicht kann die Lok ziehen.