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Lok-Steuerung deluxe

LOK-STEUERUNG DELUXE

Den eigenen Lokbestand haben wir in unsere Mobile Station eingegeben. Jetzt ist es Zeit eine Lok aus dieser Lokliste zu steuern. Hierzu muss diese angewählt werden.

Im Display der MS 2 sehen wir am unteren Rand eine Liste mit mehreren Symbolen. Diese Liste ist die sogenannte aktive Lokliste, über die wir schnell von einer Lok zur anderen wechseln können.

Gesteuert wird von uns immer nur die Lok, die gerade im Display ausgewählt ist. Wie verhalten sich die anderen Loks? Nun, diese fahren einfach mit der Fahrinformation weiter, die ihnen beim letzten Mal, als sie auf dem Gerät aufgerufen waren, gegeben wurde. Auch alle Zusatzfunktionen, die zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet waren, bleiben weiter aktiv. Erst wenn wir dieses Lokmodell wieder aufrufen und ihm eine andere Fahr- oder Schaltinformation geben, wird dieser Zustand geändert.

Tipp: In der Praxis ist es daher eine sehr anspruchsvolle Aufgabe mehrere Loks zu steuern. Nur die gerade aufgerufene Lok kann ja direkt beeinflusst werden. Alle anderen fahren stur mit der bisherigen Einstellung weiter. Sollte es zu einer brenzligen Situation kommen, hilft daher meist nur die Stop-Funktion weiter. Diese Stop-Funktion wird durch zwei Betriebssituationen ausgelöst:

  1. Es tritt ein Kurzschluss auf oder es sind zu viele Verbraucher auf der Anlage, die mehr als die maximal möglichen 1,9 A* Strom benötigen, die das System zur Verfügung stellen kann.
  2. Durch Drücken der Stop-Taste wird manuell der Ausgangsstrom zur Anlage ausgeschaltet.

Diese Stop-Funktion ist gedacht für brenzlige Situationen und sollte nicht standardmäßig  zum Anhalten der Fahrzeuge verwendet werden. Ist diese Stop-Funktion aktiviert, können die Vorgaben wie Geschwindigkeit, Fahrtrichtung und Schaltzustand der Lokfunktionen geändert werden. Dies wird aber erst an die einzelnen Loks wieder übertragen, wenn die Stop-Taste erneut gedrückt wurde und so die Stromversorgung am Gleis wieder eingeschaltet ist. Sollten wir die Stop-Funktion genutzt haben, um einen Zusammenstoß von zwei Modellen zu verhindern, können wir daher in der stromlosen Phase bei beiden Modellen die Geschwindigkeit auf 0 stellen. Nach dem Wiedereinschalten der Fahrspannung werden sich die beiden Modelle höchstens noch einmal kurz bewegen,  bevor sie die neue Fahrinformation erhalten und umgesetzt haben.

Übrigens: Nach einem Neustart des Systems sind alle Fahrinformationen der Modelle bei der MS2 verloren. Bei allen Modellen muss daher manuell wieder die gewünschte Fahr- und Schaltinformation eingestellt werden.

Um von einem Eintrag in der aktiven Lokliste zum nächsten Eintrag zu gelangen, drückt man die Taste mit dem Loksymbol. Der Cursor für die jeweils aktive Lok wandert dabei eine Stelle nach rechts weiter. Sie geht auch auf Positionen, bei denen keine Lok angelegt ist. Es könnte ja sein, dass man an dieser Stelle eine neue Lok anlegen möchte. Daher macht es Sinn, dass auch diese Positionen angesprungen werden. Es gibt aber noch eine zweite Methode um durch diese aktive Lokliste in beiden Richtungen zu wandern. Durch das Drücken der Shift-Taste und das Bewegen des Geschwindigkeitsregler nach links oder rechts, wandert der Cursor durch die Lokliste ebenfalls nach links und rechts. Und dies nach etwas Übung meist schneller als über die Taste mit dem Loksymbol.. 

Die eigentliche Aufgabe dieses großen auffälligen Drehreglers bleibt aber die Veränderung der Geschwindigkeit der Lokomotiven. Wird dieser Drehregler im Uhrzeigersinn gedreht, wird die Geschwindigkeit erhöht. Entgegen des Uhrzeigersinns wird diese entsprechend verringert. Und dies ist unabhängig von der Fahrtrichtung der Lok. Auch bei einer rückwärtsfahrenden Lok wird der Geschwindigkeitsregler nach rechts gedreht, wenn der Speed erhöht werden soll. Wichtig: Bei der Veränderung der Geschwindigkeit sollte man immer einen Blick auf den Balken für das eingestellte Tempo haben. Die heutigen Modelle haben alle eine einstellbare Anfahr- und Bremsverzögerung, die zwar unterschiedlich ausgeprägt eingestellt werden kann. Es ist aber trotzdem zu beobachten, dass die Modelle etwas verzögert reagieren. Um abschätzen zu können, wie schnell das Modell im Endeffekt tatsächlich fahren wird, hilft ein Blick auf den Geschwindigkeitsbalken auf jeden Fall weiter.

Zum Ändern der Fahrtrichtung wird einfach auf den Geschwindigkeitsregler gedrückt. Zwei

Fahrtrichtungspfeile helfen weiter, um die Fahrtrichtung der Lok ablesen zu können. Wir haben damit alle Bedienungsschritte kennengelernt, um die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung an einer Lok zu ändern. In der nächsten Ausgabe werden wir uns anschauen, wie wir die Funktionen an einer Lok verändern können. Bis dahin viel Spielspaß mit der Märklin-Modelleisenbahn.

* A =  Ampere ist benannt nach dem französischen Physiker André-Marie Ampère und ist die Einheit der elektrischen Stromstärke. Sie gibt vereinfacht an, wie viele Elektronen sich durch einen Leiter bewegen.