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Doppelter Spielspass 2018

Der Spielbetrieb in der Gruppe ist ein besonderes Highlight für jeden Modellbahner. Und gerade die Mobile Station bietet hierfür die ideale Basis. Bereits in der letzten Folge haben wir die technische Organisation solcher Steuerungssysteme mit mehr als einer MS 2 kennengelernt. Das Gerät mit der niedrigsten Seriennummer ist der „Chef im Ring“. Bei diesem Gerät müssen alle Fahrzeuge, die bei dem gemeinsamen Spiel genutzt werden sollen, in der internen Liste eingerichtet sein. Auf diese „Lokliste“ können jetzt alle angeschlossenen MS 2 zurückgreifen und die entsprechenden Datensätze zur wahlweisen Steuerung in die eigene aktive Lokliste übernehmen.

Welche MS2-Versionen kann man denn verwenden? Dies ist ja z. B. interessant, wenn deine Freunde auch eine Modellbahn besitzen und ihr euch zu einem gemeinsamen Spiel trefft. Insgesamt gibt es vier Geräte, die hier den gleichen Technikstand repräsentieren und daher auch zusammen eingesetzt werden können:

60653           die MS 2 von Märklin mit dem grauen Gehäuse
60657           die aktuelle MS 2 von Märklin mit dem anthrazit-farbigem Gehäuse
66950           die MS 2 von Trix mit dem grauen Gehäuse
66955           die aktuelle MS 2 von Trix mit dem anthrazit-farbigem Gehäuse

Als Gleisbox kann bei all diesen möglichen Kombinationen die Versionen 60112, 60113, 60114 und 60116 in Frage. Wichtig: Die Geräte sollten beim Zusammenspiel alle auf einem gemeinsamen Softwarestand sein. Natürlich am besten der aktuelle Softwarestand 2.7. Für ein Update dürft ihr euch gerne an euren Fachhändler wenden. Die meisten Fachhändler haben eine CS 2 oder CS 3 als Vorführgerät, an denen innerhalb weniger Minuten der neueste Softwarestand in der MS 2 übertragen werden kann. Was passiert mit den, in der als Zweitgerät genutzten MS 2, eingespeicherten eigenen Daten, während dieses Gerät an dem anderen Master angeschlossen ist?

Diese Daten werden in diesem Fall ausgeblendet und stehen nicht zur Verfügung. Wird dieses Gerät später wieder alleine eingesetzt, sind automatisch auch die ursprünglichen Daten wieder da. Nach dem Spiel an einer anderen Modellbahn wird euer Gerät daher als Einzelgerät ohne irgendwelche Änderungen an der eigenen Anlage wieder einwandfrei mit dem gespeicherten Lokbestand funktionieren. Bei dem „Slave“ als Zweitgerät werdet ihr einige Befehle finden, die durchgestrichen sind. Diese können somit von diesem Gerät nicht genutzt werden. Ein Beispiel ist der Befehl „Lok freigeben“ und „Lok löschen“. „Lok freigeben“ wird verwendet, wenn man einen Datensatz in der aktiven Lokliste nicht mehr benötigt. In der internen Lokliste ist dieser Eintrag aber weiterhin vorhanden und kann somit vom Master oder jedem Zweitgerät jederzeit wieder in die aktive Lokliste übernommen werden. „Lok löschen“ hingegen entfernt diesen Datensatz sowohl aus der aktiven als auch der internen Lokliste. Dieser Befehl sollte daher nur dann benutzt werden, wenn eine Lok wirklich nicht mehr benötigt wird. Dieser Befehl kann nur vom Master ausgelöst werden. In der Praxis sollte man sich daher angewöhnen nur den Befehl „Lok freigeben“ zu nutzen. Der Befehl „Lok löschen“ hingegen ist in der Praxis so gut wie nie notwendig.

Nur wenn eine Lok wirklich nicht mehr eingesetzt werden soll oder diese z. B. mit einem neuen Decoder nachgerüstet wurde, macht dieser Befehl Sinn. Ähnlich sieht es mit der Möglichkeit der Programmierung verschiedener Lokparameter aus. Auch diese Einstellungen können nur vom Master ausgeführt werden. Aber auch dies ist eine Funktion, die üblicherweise vor dem Spielbetrieb durchgeführt wird und während des Spieles weniger genutzt wird. Falls dies doch notwendig ist dann eben nur vom Master aus. Dürfen der Master und das Zweitgerät die gleichen Lokdaten in der eigenen Lokliste haben? Ja, dies ist möglich. Nur können nicht beide Geräte gleichzeitig neue Fahrbefehle übertragen. Hier muss man sich schon absprechen, wer denn der aktuelle Lokführer der gewählten Lok sein soll. War dies schon alles zum Betrieb mit mehreren MS 2? Nein, aber dies werden wir in der nächsten Folge uns detailliert ansehen. Versprochen.