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Bahnhofsserie 01

ALLES EINSTEIGEN

Du warst garantiert schon einmal an einem Bahnhof. Gerade an großen Bahnhöfen ist immer viel los. Wie aber kam es dazu, dass sie gebaut worden sind? Welche Funktionen haben sie, welche Arten gibt es. In einer mehrteiligen Serie erhältst du nun die Antworten.
 

DER ANFANG

Angefangen hat es natürlich in der Zeit der Industrialisierung mit der Entwicklung der Dampfmaschine und damit mit der Lokomotive (ab 1804). Die erste befahrene Route war die Eisenbahnstrecke zwischen Stockton und Darlington in England im Jahr 1825 mit einer Lokomotive von George Stephenson. Das Gespann war gleichzeitig der erste Passagier-Transport mit einem Zug der von einer Lokomotive gezogen wurde.

Irgendwo mussten die neuen Lokomotiven halten um Passagiere aus- und einsteigen zu lassen oder um Waren auf- bzw. abzuladen.

Die ersten Bahnhofsgebäude waren oft nur unscheinbare Unterstände am Rande der Trasse – schließlich war der Bau der Strecke bereits kostspielig genug gewesen.
 

DIE ENTWICKLUNG

Doch bald wurden die Eisenbahnpioniere von ihrem Erfolg überrollt. Nach der Inbetriebnahme der ersten Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth im Jahr 1835 wurde das neue Verkehrsmittel binnen kürzester Zeit zum bewunderten Schrittmacher der Industrialisierung. Distanzen schrumpften, Gütertransporte beschleunigten sich, auch die Menschen wurden mobiler.

Der Bahnhof war gewissermaßen der Kristallisationspunkt dieser neuen Entwicklungen. Hier wurden die transportierten Güter umgeschlagen, oft wurde sogar mit ihnen gehandelt – und hier kamen auch die Reisenden an: bürgerliche Geschäftsleute ebenso wie Bauern, die in den rapide wachsenden Städten ein neues Auskommen suchten.

Imposante und prächtige Bahnhöfe entstanden. Deutschland investierte erst ab der Reichsgründung 1871 in Großbahnhöfe. Heute sind viele Großstadtbahnhöfe auch moderne Shoppingcenter wie zum Beispiel in Leipzig.