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Leuchtturm

SICHER DURCH DIE STÜRMISCHE SEE

Der Bastelbogen in diesem Magazin ist ein Leuchtturm. Wozu braucht man eigentlich einen Leuchtturm? Wo stehen Leuchttürme? Und seit wann werden sie eingesetzt?

 

DER LEUCHTTURM

Als Leuchtturm wird ein Turm bezeichnet, der eine Befeuerung trägt. Leuchttürme sind insbesondere nachts weithin sichtbare Schifffahrtszeichen und dienen der Positionsbestimmung, der Warnung vor Untiefen oder der Fahrwassermarkierung.

 

TURMHÖHEN

Die weltweit größte Feuerhöhe besitzt derzeit der Leuchtturm von Dschidda in Saudi-Arabien mit einer Höhe von 140 Metern. Die höchste deutsche Befeuerung befindet sich in einer Höhe von 114 Metern auf dem Hotel "Maritim" in Lübeck-Travemünde.

 

TECHNIK

Als Leuchtfeueroptik werden seit etwa 1820 Fresnel-Linsen verwendet, die eine kompakte Bauform, ein relativ geringes Gewicht und eine hohe Lichtausbeute haben. Das Linsensystem hat bis zu 20 ringförmige Sektoren, eine Brennweite von maximal 70 Zentimetern und ist drehbar gelagert. Aufgrund der Umdrehungszeit besitzt jeder Turm eine spezifische Wiederkehr und Kennung, die im Leuchtfeuerverzeichnis und in Seekarten publiziert werden. Die Kennung wird gegebenenfalls durch zum Fahrwasser ausgerichtete Farbfilter erweitert. Durch die Rotation der Linse erzeugt dies ein rhythmisches farbiges Blinken.

 

REICHWEITE

Die Reichweite der meisten Leuchtfeuer liegt – je nach Bauart und Umständen – zwischen fünf und 20 Seemeilen, also etwa 37 Kilometern.

 

GESCHICHTE DES LEUCHTTURMS

Wie die Geschichte der Leuchttürme begann, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass es im östlichen Mittelmeer bereits lange vor Christi Geburt regen Seehandel gab – und vermutlich auch Leuchtfeuer, um bei Dunkelheit den Heimathafen zu finden.

Mindestens zwei antike Befeuerungsbauten sind überliefert, die beide um 300 v. Chr. entstanden: Der griechische Koloss von Rhodos und der ägyptische Pharos von Alexandria. Allerdings ist unsicher, ob der Koloss von Rhodos wirklich als Leuchtfeuer diente.

 

BEDEUTUNG HEUTE

Moderne digitale Navigationshilfen schmälern die heutige Bedeutung von Leuchttürmen, können aber visuelle Schifffahrtszeichen nicht vollständig ersetzen. Insbesondere beim Ausfall des GPS, der Elektronik oder der Stromversorgung stellen Leuchttürme eine unverzichtbare Absicherung dar, weshalb Leuchttürme auch zukünftig unterhalten werden müssen.

Im übertragenen Sinn werden Vorhaben, von denen eine Signalwirkung oder Vorbildfunktion ausgeht, als Leuchtturmprojekt bezeichnet.

Hier kannst du den Bastelbogen "Leuchtturm" herunterladen.

 

Foto: Rabe Kevelaer
Toller Bastelbogen!