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Ludmilla

POSWER AUS DEM OSTEN

Die Lokomotive, die du nun vorgestellt bekommst, hat eine außerordentliche Vergangenheit vorzuweisen. Es fängt schon einmal mit dem Namen "Ludmilla" an. Für eine Lokomotive doch eher ungewöhnlich. Dieser stammt aus dem slawischen und weist schon ein bisschen auf ihre Ursprünge hin. Sie kommt nämlich aus dem Osten und löste in den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts die unwirtschaftlichen Dampflokomotiven ab. Gebaut worden ist diese Diesellok in Russland (damals noch Sowjetunion) und wurde in Deutschland erst von der Deutschen Reichsbahn der DDR eingesetzt. Wusstest du eigentlich, dass die BR 232 ein richtiger Kraftprotz ist. Sie war die stärkste Diesellokomotive der DDR. Sie hatte bis zu 2.205 KW Leistung! Moderne Ludmillas haben sogar 2.550 KW.

 

WO KAM SIE EIGENTLICH GENAU HER?

Die Ludmilla wurde in Luhansk in der Ukraine hergestellt. Die ersten Loks waren für den schnellen Reisezugdienst Anfang der 70er Jahre in der damaligen Sowjetunion entwickelt und gebaut worden. Ihren Namen verdankt sie übrigens dem Bahnbetriebswerk Leipzig Hbf.-Süd.

WAS MACHT SIE HEUTE EIGENTLICH? 

Die 232 wird bundesweit im Güterverkehr durch „Railion“ eingesetzt. Teilweise wird sie auch im Nahverkehr und bei einigen Privatbahnen genutzt. In den Jahren 2002/2003 wurden 64 Triebfahrzeuge der BR 232 umgerüstet. Ziel war es, die Emissionswerte zu verbessern. Diese sind heute als BR 233 im Einsatz und verfügen über moderne Motoren.

 

GANZ SCHÖN LAUT!

Die Ludmilla begeistert mit ihrer gewaltige Geräuschkulisse und der Kraft, die sie ausstrahlt. Eine spezielle Schallisolierung sorgt bei einigen Originalmodellen allerdings dafür, dass der Geräuschpegel um ca. 10 dB vermindert wurde.

 

IN H0

Ludmillas eigenwilliges Aussehen und ihre Geschichte machen sie zu etwas ganz Besonderem. Eine echte Individualistin und mit der Märklin Ludmilla (Art. 36420) gibt es sie auch in H0.

 

TOP INFO!

Von der Ludmilla BR 232 wurden 709 Maschinen gebaut!
Am 01.01.1992 wurde aus der Baureihe 132 - so wurde sie erst bezeichnet - die neue Baureihe 232.

 

FÜR KLUGE KÖPFE

Seit 1992 heißt die Stadt Luhansk wieder Luhansk und hat heute ca. 463.000 Einwohner. Ihr Name Woroschilowgrad aus der Sowjetzeit geht auf den sowjetischer Funktionär und Marschall der Sowjetunion Kliment Jefremowitsch Woroschilow zurück.