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Tatüttata, die Feuerwehr ist da!

WAS IST EIN LÖSCHZUG?

Dabei handelt es sich nicht unbedingt um einen Zug auf Schienen. Der Löschzug ist eine Einheit aus mehreren Wagen, die zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. In Deutschland besteht ein Zug aus etwa 20 Einsatzkräften in zwei Gruppen.

 

DER LÖSCHZUG AUF SCHIENEN

Ein Löschzug oder Rettungszug ist ein schienengebundenes Rettungsmittel und Mittel im Katastrophenschutz.

Die Rettungszüge dienen dazu Güter oder Personen zu retten. Ein Löschzug hingegen ist für die Brandbekämpfung in der Nähe von Bahnanlagen zuständig. Ebenso wird er zur Bergung von ausgelaufenen gefährlichen Stoffen, insbesondere Mineralölprodukten eingesetzt.

Diese Art von Zügen gibt es schon sein dem Beginn der Eisenbahnzeit. Am Anfang mussten diese Züge entgleiste oder verunglückte Lokomotiven bergen.

Heute sind auf Rettungsdienst und Katastrophenschutz spezialisierte Zuggarnituren unverzichtbarer Bestandteil der Rettungskette auf den Schienen.

Die älteren Rettungszüge bestehen aus ehemaligen Personenwagen, die speziell umgebaut worden sind. Viele Rettungszüge verfügen über Niederflurwaggons, die mit Feuerwehrfahrzeugen beladen werden können, um so auch bei schlechten Bedingungen (Straßenanbindung, Witterung) schnell vor Ort zu sein.

TUNNELRETTUNGSZÜGE

Eine besondere Art von Lösch- und Rettungszügen ist der Tunnelrettungszug. Durch den immer umfangreicheren Tunnelbau benötigt man auch verstärkt spezielle Fahrzeuge, die schnell vor Ort sein können. Durch die enorme Länge von einigen Tunneln stoßen die normalen Löschzüge an ihre Grenzen.

Bei Einsätzen in Tunnels bietet das Containersystem moderner Rettungszüge Schutz vor Hitze, Gasen und Rauch. Die Container verfügen über speziellen Luftvorrat und entsprechende Reinigung. Mannschaften und Gerettete können darin einige Stunden lang mit Atemluft versorgt werden. Darüber hinaus können Menschen auch in Sanitätseinheiten versorgt werden. Ebenso können große Mengen an Löschmittel transportiert werden. An der Spitze des Zuges befinden sich Löschroboter. Diese können ferngesteuert am Brandherd arbeiten.

 

DIE FEUERWEHR IN DEUTSCHLAND

ca. 1,1 Mio. Aktive (ohne Jugend)
ca. 96% Freiwilligenquote
ca. 7% Frauenquote
ca. 250.000 Jugendfeuerwehr
ca. 25.000 Gesamtanzahl Stützpunkte
ca. 24.000 davon sind freiwillige Wehren
ca. 900 Werkfeuerwehren
ca. 300 Betriebsfeuerwehren
ca. 100 Berufsfeuerwehren
ca. 5 Pflichtfeuerwehren
ca. 3,5 Mio. Gesamtanzahl Einsätze

63 % davon Berufsfeuerwehr
33% Freiwillige Feuerwehr
4% Werkfeuerwehr

OHNE GEHT ES NICHT

Das wohl bekannteste Ausrüstungsstück bei der Feuerwehr ist sicherlich der Feuerwehrschlauch. Ohne ihn geht gar nichts. Der Feuerwehrschlauch hat die Aufgabe, das Löschmittel Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische zum Feuer zu befördern. Es gibt zwei wichtige Arten von Schläuchen: Saugschläuche und Druckschläuche. Die einen saugen die Flüssigkeit und die anderen drücken unter durch Druck Wasser oder Wasser-Schaumgemisch durch den Schlauch.

Um Schläuche zu verbinden werden Kupplungen eingesetzt. Von diesen Feuerwehrkupplungen leitet sich in Deutschland und Österreich auch die Größenbenennung (A, B, C, D) ab. Ein Beispiel: der Schlauch mit der Bezeichnung Druckschlauch C-42-15 ist ein Schlauch mit Druckkupplungen der Größe C, einem Innendurchmesser von 42 mm und einer Länge von 15 m.

 

SCHON GEWUSST?

Der erste gummierte Schlauch wurde im Jahre 1865 auf dem deutschen Feuerwehrtag in Leipzig vorgestellt. In den Jahren von 1809 bis 1870 wurden auch genietete Lederschläuche verwendet. Diese Schläuche mussten nach jedem Gebrauch mit Fett eingerieben werden, um geschmeidig zu bleiben. Da die Instandhaltungskosten für die Pflege der Lederschläuche sehr hoch waren, wurden die Lederschläuche schon bald von den wesentlich günstigeren Hanfschläuchen verdrängt.

KINDERFEUERWEHR

In so genannten Minifeuerwehren – oftmals auch Bambini-Feuerwehren oder Kinderfeuerwehren genannt – wird Kindern ab sechs Jahren neben Spiel und Spaß das richtige Verhalten in Gefahrensituationen vermittelt.

 

JUGENDFEUERWEHR

Die Jugendfeuerwehr ist die Jugendabteilung innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr. Die Deutsche Jugendfeuerwehr (kurz DJF) ist die Jugendorganisation innerhalb des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Die Jugendfeuerwehrarbeit hat das Ziel, Kinder und Jugendliche für den Einsatz in der Feuerwehr vorzubereiten, so dass sie nach Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen bei entsprechendem Alter und Qualifikation in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt werden können. Sie dürfen jedoch bis zu einem bestimmten Alter nicht im Gefahrenbereich von Feuerwehreinsätzen eingesetzt werden. Zudem nimmt die Jugendfeuerwehr wichtige Aufgaben im Bereich der allgemeinen Jugendarbeit wahr, wo sie durch verschiedenste Freizeitmaßnahmen bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mitwirkt.

 

FÜR KLUGE KÖPFE

Eine Statistik über Brände in Deutschland besagt, dass in Deutschland alle zwei Minuten ein Brand ausgelöst wird.

 

Fotos: Michael Schwarzenberger, Manfred Zimmer