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Stand up paddling

KU HOE HE’E NALU

Der Trendsport des Sommers 2017 kommt aus Hawaii. Das sogenannte „Stand Up Paddling“ (SUP) wird in Europa immer beliebter. Mit Brett und Paddel kannst du Flüsse, Seen und Meeresbuchten erkunden und dabei auch noch deinen Körper trainieren.
 

 

ERST ARBEIT, DANN VERGNÜGEN

Der heutige Wassersport SUP geht auf die Technik polynesischer Fischer zurück. Sie paddelten auf ihrem schmalen Kanu stehend über die offene See, um dort Meeresfrüchte und Fische zu fangen. Der hawaiianische Begriff „Ku Hoe he´e nalu“ beschreibt übersetzt genau diesen Vorgang: eine Welle stehen, paddeln, surfen.
 

 

MADE IN HAWAII

In den 1960er Jahren übernahmen die Surflehrer auf Hawaii diese Art der Fortbewegung. Einerseits kamen sie durch den Einsatz eines Paddels schneller vom Ufer zu den wellenbrechenden Riffen und zurück. Andererseits hatten sie durch die erhöhte Position auf dem Board einen besseren Überblick über die Surfschüler. An windstillen Tagen war es zudem eine Alternative zum Windsurfen oder Wellenreiten.
 

VOM BAMBUS ZUM KUNSTSTOFF

Eigentlich reicht zum Stand Up Paddling ein altes Surfbrett. Nachdem sich der Sport in den letzten Jahren aber in verschiedene Richtungen entwickelt hat, gibt es die sogenannten Longboards in unterschiedlichsten Ausführungen je nach Einsatzgebiet und Können. Die Länge der Bretter reicht von 180 bis 400 Zentimetern. Ob groß oder klein, schmal oder breit, fest oder zum Aufblasen – die Bretter werden in der Regel aus Kunststoffen hergestellt. Die Stechpaddel haben meist einen Schaft aus Aluminium, an dem das Paddelblatt aus Kunststoff befestigt ist.
 

 

BRETT, PADDEL, WASSER - UND LOS GEHT´S!

Das Schöne am SUP ist, dass du diesen Sport auf jeder Art von Gewässer ausüben kannst. Auch der Umfang der Ausrüstung ist sehr übersichtlich. Natürlich hat nicht jeder ein Brett und ein Paddel zuhause. Wozu auch? Mittlerweile gibt es in beinahe jeder Großstadt, an jedem Badesee und Urlaubsstrand einen Verleih, der auch gleichzeitig Anfängerkurse im SUP anbietet. Während im Sommer normale Badekleidung ausreicht, solltest du im Winter einen Trockenanzug und Neoprenschuhe tragen.

 

SPASS & FITNESS

Im ersten Moment ist so ein Brett auf dem Wasser ganz schön wackelig. Je länger du auf dem Longboard stehst, desto leichter kannst du die Bewegung des Wassers ausbalancieren. Die Beine sind dabei leicht gebeugt, die Füße sind parallel und zeigen in Fahrtrichtung. Dabei hält eine Hand den Griff des Paddels, die andere umschließt den Schaft. Das ständige Ausbalancieren trainiert die Beine, die Rumpfmuskulatur und den Nacken. Beim Paddeln werden vor allem Schulter und Arme gestärkt.