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Skimboarden

Trendsport auf der Pfütze

Skimboarden ist wie Skateboarden. Ohne Rollen. Auf dem Wasser. Ein lustiger Trend-sport, der sich vor allem für den nächsten Strandurlaub sehr gut eignet.

Über Wasser gleiten

Der Begriff Skimboarding setzt sich aus den englischen Wörtern „to skim“ (gleiten) und „Board“ (Brett) zusammen. Beim sogenannten „skimmen“ geht es darum, das Skimboard kräftig nach vorne auf das Wasser zu werfen, mit Anlauf auf das Board zu springen und über das Wasser zu gleiten. Dafür musst du aber nicht bis ins tiefe Wasser, sondern kannst schon ab einer handbreit Wasser mit dem Skimboard fahren. Somit reicht eigentlich auch schon eine größere Pfütze für Spaß und Action. Anfänger sollten die ersten Versuche aber lieber im seichten Uferwasser eines Sees oder Meeres starten – hier wirst du zwar auch nass, aber das Wasser ist wenigstens sauber.

Ein Board, das war´s!

Die typischen Skimboards sind zwischen 90 und 130 Zentimetern lang, 40 bis 60 Zentimeter breit und dünner als herkömmliche Surfbretter. Für Anfänger lohnt sich ein preisgünstiges Board. Einsteigermodelle aus Holz gibt es bereits ab 20 Euro. Erfahrene Skimboarder greifen gerne auf Bretter aus Polyester, Karbon oder Fiberglas mit einem Kern aus Holz oder Schaum zurück. Für ein solches Prachtstück muss man allerdings wesentlich mehr Geld ausgeben, meistens geht es da erst ab 150 Euro los. Ob Anfänger- oder Profimodell – das Skimboard nimmt im Vergleich zu anderen Sportgeräten und der dazugehörigen Ausrüstung wenig Platz in Anspruch.

 

 

 

© Jan Kuchenbecker

Kein Strand? Kein Problem!

Nachdem sich Skimboarding in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut, entstehen auch außerhalb beliebter Badeorte fernab der Küsten mobile Skimboard-Anlagen. Viele Freibäder stellen die meist 25 Meter langen Bahnen während der Sommermonate als zusätzliche Attraktionen auf. Dazu bieten auch Event-Agenturen Anlagen zum Mieten an, zum Beispiel für Geburtstagsfeiern. Und wenn weder ein Strand oder eine mobile Skimboard-Anlage in der Nähe sind, dann skimmen die Profis auch schon mal auf einer nassen Wiese.

Skimming ist nicht gleich Skimming

Fortgeschrittene Skimboarder unterscheiden drei Disziplinen: Flatlandskimming, Waveskim und Jumpskimming. Flatlandskimming bezeichnet das Gleiten auf flachem Wasser. Dabei gilt es Rampen und Rails, ähnlich wie beim Skateboarden, zu meistern. Beim Waveskimming fahren die Skimmer direkt in kleine Wellen und versuchen diese zu surfen. Sehr viel Spaß macht auch die Variante Jumpskimming. Du gleistest in eine Welle, springst beim Erreichen des Wellenkamms ab und machst dabei einen Salto oder eine andere akrobatische Figur.

Schritt für Schritt zum Profi

Die ersten Male auf dem Skimboard sind sicherlich mühsam und bringen meist blaue Flecken mit sich. Kein Wunder: ein Brett auf bewegtem Wasser ist nicht sonderlich stabil. Für deine ersten Trainingseinheiten solltest du dir am besten einen schönen Strand mit feinem Sand ohne Steine aussuchen. Selbst kleinste Steinchen können dir schmerzhafte Wunden zu fügen, der feine Sand lässt dich beim Hinfallen weich landen. Mit jedem Versuch wirst du die Eigenschaften deines Boards besser kennenlernen, dein Gleichgewicht und deine perfekte Körperhaltung finden. Und dann sind auch die ersten Tricks nicht mehr fern.