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Quadfahren

Ein Lenker, ein Sattel, ein Motor und vier dicke Reifen. Das Quad, oftmals auch ATV (All Terrain Vehicle) genannt, ist ein kleines Geländefahrzeug für ein oder zwei Personen, dass sich vor allem auf Wiesen und in Wäldern besonders wohlfühlt. Daher werden Quads nicht nur als Sportgerät genutzt, sondern auch in der Land- und Forstwirtschaft.
 

DIE VORGÄNGER DES QUADS

Die Idee vom Kraftpaket auf vier Rädern ist bereits einige Jahrzehnte alt. So entwickelte die deutsche Firma ZweiradUnion bereits 1962 den sogenannten KRAKA, den „Kraftkarren“, für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz, der später in abgewandelter Form von der Bundeswehr genutzt wurde. Auch die amerikanischen Streitkräfte nutzten eine Art Quad: den M274 Mechanical Mule. In den 1970er und 1980er Jahren brachten bekannte Hersteller, wie zum Beispiel Suzuki, Honda, Kawasaki oder Yamaha, dreirädrige Geländefahrzeuge mit den typischen Ballonreifen auf den Markt. Als Reaktion auf zahlreiche Unfälle entwickelten die Hersteller das Quad.

AUF DIE HALTUNG KOMMT ES AN

Zwar sieht man Quads auch häufig im Straßenverkehr, aber eigentlich gehören die Vierräder mit der starren Hinterachse ins Gelände. Aufgrund der benötigten Bodenfreiheit haben Quads einen hohen Schwerpunkt, der zu einer Instabilität in Kurven und bei Hangfahrten führt. Um das Quad sicher fahren zu können, bedarf es als einer angepassten Körperhaltung. Beim Anfahren sollte sich der Fahrer leicht nach vorne über den Lenker lehnen. Bei Kurvenfahrten verlagern erfahrene Lenker den ganzen Körper in die Kurve und vermeiden so ein Kippen des Quads. So fährt das Quad mit drei Rädern durch die Kurve.
 

FRÜH ÜBT SICH

Nicht selten düsen bereits Vierjährige auf dem Mini-Quad durch den elterlichen Garten. Die meisten Hersteller bieten Mini-Quads für verschiedene Alterskategorien angeboten, so z. B. für 6, 10, 12, 14 oder 16-jährige. Quads mit Elektroantrieb sind besonders beliebt, da sie leiser als Quads mit Benzinmotoren sind. Zudem verursachen sie keine Abgase, sie müssen vor der Fahrt nicht betankt werden und sind meist leichter als die Benzinversionen.

Bei den meisten Modellen ist eine Drossel am Daumengas montiert, sodass sich die Geschwindigkeit bei Anfängern auf bis zu 10-15 km/h stufenlos drosseln lässt. Eine Notausleine sorgt bei Stürzen für Sicherheit. Diese Leine wird einfach an der Kleidung oder am Handgelenk befestigt und dient dazu den Motor sofort auszuschalten sobald diese gezogen wird. Ganz wichtig beim Quadfahren ist natürlich die Kleidung. Ein Helm, Handschuhe und Protektoren sind unverzichtbar.
 

SPASS FÜR DIE GANZE FAMILIE

Bevor du dir ein Quad anschaffst, kannst du die kleinen Kraftpakete erst einmal testen. Besonders viel Spaß macht das Erlebnis mit der Familie. Zahlreiche Offroad-Parks in ganz Europa bieten verschiedene Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene. Hier erhältst du eine Sicherheits-Einweisung und erlernst unter fachmännischer Aufsicht von Profis die richtige Bedienung des Quads. Und dann heißt es: ab ins Gelände!