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Kite Buggy Surfen

MIT WINDKRAFT AUF TEMPO 100

Sicherlich hast du schon mal einen Drachen steigen lassen. Ein toller Spaß, wenn der Wind den Drachen in der Luft tanzen lässt. Beim Kitebuggy beschleunigt der Wind die Fahrer mit ihren dreirädrigen Buggys und ihren Kites auf atemberaubende Geschwindigkeiten.

 

EINE GUTE IDEE

Der Neuseeländer Peter Lynn war seit Kindesbeinen ein begeisterter Drachenfan. Doch irgendwann war er es leid, bei starkem Wind von seinen Drachen über den Strand gezogen zu werden. Zu Beginn der 1990er-Jahre entwickelte er kurzerhand einen Buggy, dem die heutigen Modelle noch sehr ähnlich sind: lenkbares Vorderrad, starre Achse, keine Bremse und Gurtsitz. Die Trendsportart war geboren und fand vor allem in Europa schnell viele Freunde. Schon nach wenigen Jahren tummelten sich an den Stränden Europas zahlreiche Kitebuggy-Fans mit ihren Dreirädern und Drachen.

 

EIN KITEBUGGY FÜR JEDEN GESCHMACK

Beim Kitebuggy-Fahren entscheiden vor allem zwei Kriterien über die Auswahl des Zubehörs. Das erste Kriterium ist die Kitebuggy-Disziplin: Rennbuggy oder Freestyle-Buggy? Rennbuggys sind auf maximalen Speed ausgelegt. Sie sind daher schwerer und größer, um bei höheren Geschwindigkeiten einen ruhigeren Lauf sicherzustellen. Beim Freestyle-Buggyfahren geht es um spektakuläre Tricks und Sprünge, daher ist die Wendigkeit des Buggys wichtig. Das zweite und sehr viel wichtigere Kriterium ist das Können des Fahrers. Dabei spielt die Größe des Schirms eine entscheidende Rolle. Je größer der Kite, desto mehr Angriffsfläche hat der Wind. Anfänger greifen daher meist zu Kites mit weichem und gutmütigem Flugverhalten und einer Fläche von ca. 3 m². Profis nutzen oftmals sogenannte Depowerkites mit einer Fläche von 7 m².

So sieht das dann bei der Weltmeisterschaft aus.
Hier der Kitebuggy im Detail.

RASANT, ABER UNGEFÄHRLICH

Wie du dir vorstellen kannst, benötigt man zum Kitebuggy-Fahren nicht nur viel Wind, sondern auch viel Platz. Im normalen Straßenverkehr käme man wohl nicht weit. Zu viele Gebäude, die den Wind bremsen. Oberleitungen und Ampeln, in den sich die Kites verheddern könnten. Zudem haben die Buggys keine Bremsen! Also nutzen die Fahrer am liebsten weitläufige Strände mit ausgewiesenen Bereichen. Dabei haben erfahrene Kite-Sportler immer ein wachsames Auge für Spaziergänger, die gedankenverloren über den Strand laufen. Zur richtigen Ausrüstung gehören neben dem Buggy und dem Kite auch feste Kleidung, festes Schuhwerk und ein Sturzhelm. Damit auch wirklich alle Risiken ausgeschlossen werden können, verlangen die meisten Buggyfahrgebiete eine Fahrerlizenz. Mit dieser Lizenz darf man dann auch bei Wettkämpfen teilnehmen. Ratsam ist in jedem Fall auch eine entsprechende Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung springt ein, wenn doch mal ein Unfall geschieht bei dem Menschen oder Material zu Schaden kommen.

 

BIST DU BEREIT?

Wenn du das Abenteuer Kitebuggy einmal selbst erleben möchtest, findest du alle wichtigen Informationen auf den Internetseiten der nationalen Verbände. In Deutschland ist das die German Parakart Association Kitesailing e.V. mit der Adresse www.gpa.de.

 

Fotos: liezelzpineda(pixabay), Horst Nebbe, clowni0815(pixabay)