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Feuerwerke

FEUERWERK – FARBENFROHES SCHAUSPIEL AM NACHTHIMMEL

Es ist wohl an jedem Silvesterabend die gleiche Szene. Spätestens gegen 22:00 Uhr werden vor allem die großen und kleinen Männer nervös. Die Vorfreude kennt keine Grenzen: um Mitternacht zum Jahreswechsel wird das große Feuerwerk gezündet. Raketen, Böller und viele andere Feuerwerkskörper sorgen mit viel Lärm für farbenfrohe Spektakel am Nachthimmel.
 

SCHAUSPIEL MIT RAUCH UND FARBEN

Ein elementarer Bestandteil des Feuerwerks ist die Pyrotechnik. Sie weist auf eine explosiv ablaufende Verbrennung hin, die Bewegungs-, Licht-, Knall-, Rauch-, Nebel-, Druck- oder Reizwirkungen hervorrufen. Die Farbgebung eines Feuerwerkkörpers ist von den beigemischten Stoffen abhängig. Vereinfacht gesagt sind es in der Regel Metalle, Salze und Mineralien, die beim Verbrennen bestimmte Farben zeigen. So wird Bariumnitrat für einen grünen, Natriumoxalat für einen gelben und Kupferoxid für einen blauen Farbeffekt verwendet.

FEUERWERK IST NICHT GLEICH FEUERWERK

Die meisten Feuerwerksartikel werden in der Regel jedes Jahr zwischen dem 27. und dem 31. Dezember verkauft. Weitere schöne Anlässe für ein prächtiges Feuerwerk sind Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen. Aber auch in Theaterstücken und in Kinofilmen kommen Feuerwerke zum Einsatz. In der Art der Pyrotechnik unterscheidet man zwischen Boden- und Höhenfeuerwerk. Zum Höhenfeuerwerk zählen alle Feuerwerkskörper, die in die Höhe steigen. Zum Beispiel Raketen. Zum Bodenfeuerwerk gehören fest mit dem Boden verankerte Feuerwerkskörper wie Fontänen, Vulkane, Sonnen, Springbrunnen und Wasserfälle, sowie Lichterbilder und Kometen. Bengalische Lichterbilder sind eine Sonderform. Sie stellen meist Schriften und Bilder dar. Feuerwerkskörper, die ihre Effekte zwar nach oben in die Luft ausstoßen, aber sich selbst nicht vom Boden lösen, nehmen eine Zwischenstellung zwischen dem Boden- und dem Höhenfeuerwerk ein.

WER HAT´S ERFUNDEN?

Die ersten Feuerwerke wurden vermutlich gegen Ende des ersten Jahrtausends in China gezündet. Bereits damals kamen Licht- und Knalleffekte zum Einsatz. Im späten 14. Jahrhundert entwickelte sich in Italien aus dem Gebrauch des Schwarzpulvers eine eigenständige Feuerwerkskunst, die sich dann in ganz Europa verbreitete. In Japan kamen Feuerwerke vor allem bei religiösen Anlässen zum Einsatz. Der japanische Begriff lautete HANA-BI, was auf Deutsch mit „Blumen aus Feuer“ übersetzt wird. Im Europa der frühen Neuzeit dienten Feuerwerke in erster Linie der höfischen Repräsentation und wurden im Barock zu einer eigenen Art von Veranstaltung weiterentwickelt.
 

IMMER SCHÖN VORSICHTIG!

Die möglichen Verletzungen durch unsachgemäßen Einsatz von Feuerwerk reichen von Verbrennungen über Hörschäden bis hin zu allgemeinen Verletzungen durch herabfallende Gegenstände, wie zum Beispiel die Holzstäbe von Raketen. Mit ein wenig Vorsicht steht einem fantastischen Silvester mit prächtigem Feuerwerk aber nichts mehr im Weg. Wir wünschen dir viel Spaß!