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Die Internationale Raumstation ISS

DAS GRÖSSTE ABENTEUER ALLER ZEITEN:
MENSCHEN LEBEN IM WELTALL

1969 landeten die amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen auf dem Mond. Mit diesem spektakulären Ereignis war die Idee zu einer bemannten Raumstation geboren. 1986 wurde der Traum zur Wirklichkeit. Die russische Raumstation MIR nahm den Betrieb auf. 1998 einigten sich Russland, die USA, Russland, Kanada, Japan, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Spanien auf den Bau einer neuen, größeren Raumstation. Damit wurde die kleine MIR unnötig und 2001 kontrolliert zum Absturz im Pazifik gebracht. Der gemeinsame Bau der ISS ging zügig voran, sodass im Jahr 2000 die ersten Astronauten und Kosmonauten einziehen konnten.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst.
Der Space Shuttle Atlantis beim Start zur ISS.

Seitdem umkreist die ISS die Erde in einer Höhe von rund 400 Kilometern. Das entspricht der Entfernung zwischen Paris und Köln. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 28.000 km/h benötigt sie für eine Umrundung der Erde 93 Minuten. Natürlich haben die Besatzungsmitglieder einen tollen Blick auf unseren Planeten. Doch für den Genuss der Aussicht bleibt wenig Zeit. Alle Astronauten und Kosmonauten haben sehr viel Arbeit. Rund 220 Raumfahrer waren bisher auf der ISS. Die meisten von ihnen sind Wissenschaftler, die mit unzähligen Experimenten in den Bereichen Gravitation, Biologie, Chemie, Physik und Technologie das Leben auf der Erde und im Weltall erforschen. Dazu stehen über 30 Module mit Laboren und Wohneinheiten bereit, die seit 1998 nacheinander an die ISS angebaut wurden. Für den Strom sorgen vier große Solarelemente. Sie sind mit 4.500 m² fast so groß wie ein Fußballfeld und immer perfekt auf die Sonne ausgerichtet.

Natürlich brauchen die Bewohner der ISS nicht nur Strom, sondern auch Lebensmittel, Frischwasser, Kleidung, Sauerstoff sowie Ersatzteile. Die benötigten Güter werden größtenteils von unbemannten Transportraumschiffen zur ISS geflogen. Zu den Frachtern gehören der russische "Progress", die amerikanischen "Dragon" und "Cygnus" sowie der japanische "HTV". Wichtig sind auch die bemannten Flüge zur ISS. Schließlich müssen die bis zu sechs-köpfigen Besatzungen alle sechs Monate wechseln. Seit dem letzten Flug des amerikanischen Space Shuttles Atlantis im Jahr 2011 wird diese Aufgabe ausschließlich von russischen Sojus-Raumschiffen erledigt.

Na, hast Du auch Lust, einmal die ISS zu besuchen und in der Schwerelosigkeit einen unglaublichen Blick auf die Erde zu werfen? Eigentlich kein Problem, sofern Du ungefähr 18 Millionen Euro übrig hast. Denn soviel kostet es, wenn Du als Weltraumtourist für eine Woche zur Raumstation fliegst. Sieben Menschen haben sich diesen Traum erfüllt, der amerikanische Milliardär Charles Simonyi sogar schon zweimal.

Nicht einfach: Essen in der Schwerelosigkeit.
Das Emblem der ISS.

SCHON GEWUSST?

Astronaut: Titel der amerikanischen, japanischen und europäischen Raumfahrer
Kosmonaut: Titel der russischen Raumfahrer
Taikonaut: Titel der chinesischen Raumfahrer

 

DATEN UND FAKTEN ZUR ISS

Spannweite: 109 m
Länge: 97,9 m
Tiefe: 27,5 m
Rauminhalt: 910 m³
Masse: 455 t
Höhe: ca. 400 km (Mond: ca. 380.000 km)
Umlaufzeit: ca. 93 min 
Geschwindigkeit: 28.000 km/h 

 

 

 

Fotos: NASA