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Belmond Andean Explorer

SCHIENENKREUZFAHRT ZUM TITICACASEE

Der „Belmond Andean Explorer“ in Peru ist der luxuriöseste Zug Südamerikas. Seit Mai 2017 durchquert er nicht mehr nur das Hochland der peruanischen Anden, sondern fährt als rollendes Hotel bis auf ein Höhe von 4.300 Meter.
 

WIEDER EINER VON "BELMOND"

Der Name des britischen Luxusreiseanbieters ist dir in den letzten Jahren schon häufiger im Magazin begegnet. Der „Andean Explorer“ ist sozusagen der kleine Bruder bekannter Luxuszüge wie dem „Venice Simplon-Orient-Express“ und dem „Eastern & Oriental Express“, die wir dir bereits in früheren Ausgaben vorgestellt haben. Nun lernen Eisenbahnfans aus der ganzen Welt die herrliche Landschaft des südamerikanischen Hochgebirges kennen und können auf dieser Reise erstmals auch noch sehr bequem im Zug übernachten.
 

48 – MEHR GEHT NICHT!

In der Regel setzt sich der Zug aus 16 Waggons zusammen. Gleich zwei Speisewagen erwarten die Reisenden mit ausgefallenen Spezialitäten der peruanischen Küche. Im Salonwagen mit Bar, Bibliothek und Boutique trifft man sich nach dem Abendessen. Hier genießen die Passagiere Live-Musik, lesen ein gutes Buch und tauschen ihre Erlebnisse mit anderen Reisenden aus. Ein weiterer fester Bestandteil des Zugs ist der Panoramawagen am Ende des „Andean Explorer“. Wie auf einem Balkon lassen sich die Passagiere hier den Fahrtwind um die Nase streichen und genießen dabei den fabelhaften Ausblick auf die Landschaft. Die restlichen Wagen beherbergen die vier verschiedenen Kategorien von Abteilen. Von der kleinen Kabine mit Etagenbetten bis hin zur großen Suite mit Doppelbett. Alle Abteile verfügen über eigene Badezimmer mit Dusche und WC. Und weil so viel Komfort sehr viel Platz braucht, können bei jeder Reise maximal 48 Passagiere mitfahren.

EIN ZUG - VIER ROUTEN

Der „Andean Explorer“ fährt in vier Streckenvarianten durch die eindrucksvolle Landschaft des Altiplano, der kargen Hochebene Perus. Die längste der vier Routen des „Andean Explorer“ heißt „Peruanisches Hochland“. Die drei-tägige Reise startet in der Provinzhauptstadt Cusco. Die Stadt liegt auf rund 3.400 Metern, zählt ca. 350.000 Einwohner und ist die frühere Hauptstadt des Reichs der Inka. Über den 4.319 Meter hohen La Raya Pass geht es zunächst nach Puno. Die Stadt liegt auf 3.800 Metern direkt am Ufer des Titicacasees. Am zweiten Tag können die Gäste hier verschiedene Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten unternehmen. Am dritten Tag erreicht der „Andean Explorer“ die Großstadt Arequipa im Süden Perus. 
 

DER TITICACASEE

Der Titicacasee ist der zweitgrößte See Südamerikas und etwa so groß wie die französische Mittelmeerinsel Korsika. Er erstreckt sich über 178 Kilometer in der Länge, bis 67 Kilometer in der Breite und hat eine maximale Tiefe von 281 Metern. Eine besondere Touristenattraktion des Titicacasees sind die 49 schwimmenden Inseln der Urus, der Ureinwohner der Region. Ursprünglich begannen die Urus schwimmende Inseln zu bauen, um sich zum Beispiel vor den kriegerischen Inkas zu schützen. Die Inseln bestehen aus kreuzweise aufgebrachten Lagen aus Totora-Schilf. Bis heute leben die auf den schwimmenden Inseln und lehnen es strikt ab, auf das Festland überzusiedeln. Gäste sind auf den schwankenden Inseln aber stets willkommen.