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Anlagenbau Kletterpark

SICHERUNG DER PREISERLEIN

Mit der Modellbahn zu spielen, bereitet einen Heidenspaß. Zwischendurch toben sich Märklin-Profis aber auch draußen aus. Zum Beispiel in einem Kletterpark. Kletterparks sind älter, als es manch einer glaubt. Schon 1875 entstand der erste in Frankreich, also vor 140 Jahren. In Deutschland entstanden Kletterparks erst vor gut fünfzig Jahren.

In den Kletterparks sollen die Besucher sicher ihre Kräfte messen können. Wie das funktioniert, das wusste man bereits von den Bergsteigern, die sich mit Seilen gegenseitig vor dem Absturz sichern. Wagt einer allein den Aufstieg, kann er sich ebenfalls mit Seilen schützen. Allerdings gibt es bei einem Unfall niemanden, der ihm hilft.

Auch im Kletterpark verhindern Seile den Absturz – offiziell sagt man übrigens Seilgarten dazu. Heute sind sie gewöhnlich an einem Ende befestigt. Durch geschickte Führung wird das Seil beim Aufstieg über Federn sacht straff gezogen. Beim Sturz oder beim geplanten Abseilen zieht es sich dank einer Seilbremse nur langsam wieder in die Länge. Somit erfolgt eine selbsttätige Sicherung.

Die Brücke mit dem Sicherungsseil.
Notwendig im Wald: ein Geländewagen

WIE AUS EINEM HUBSCHRAUBER

Große Kräfte sind eigentlich nicht nötig, um Preiserlein zu sichern. Doch stellen wir uns bekanntlich vor, dass sie in Originalgröße so zwischen 50 und 100 Kilogramm wiegen. Also bedarf es natürlich im Kletterpark im Maßstab 1 : 87 ordentlicher Sicherungen.

Die Mitglieder der Modellbahn-AG des Thomas-Mann-Gymnasiums Stutensee bauten einen Kletterpark entlang einer eingleisigen Nebenbahn. Besucher können über eine Seilbrücke gehen, sich über aufgehängte Lastwagenreifen vorwärts bewegen oder auf einem Rundholz balancieren – jeweils natürlich sicher am Seil geführt. Schließlich gibt es eine Seilbahn. Anders als auf Spielplätzen halten sich die Fahrgäste aber nicht an zwei Griffen fest, sondern hängen an einem Seil. Gewissermaßen werden sie ähnlich abgeseilt wie beispielsweise aus einem Hubschrauber.

Die Bastelarbeiten fallen leicht. Am wichtigsten ist natürlich das jeweilige Halteseil, das zwischen zwei festen Punkten verläuft. Dort befinden sich auch Podeste. Auf ihnen stehen die Besucher sicher, während sie den Klettergurt und das Halteseil befestigen. Die Bretter der Seilbrücke ruhen auf zwei beweglichen Seilen. Dank der Konstruktion können Besucher ihren Gleichgewichtssinn trainieren.

KLETTER- UND BAHNVERGNÜGEN

Aufpassen müssen die Preiserlein vor allem beim Überqueren der Bahnstrecke. Vorgeschrieben ist selbstredend die Benutzung des Bahnüberganges wenige Meter weiter. Doch sollen schon H0-Menschen dabei beobachtet worden sein, wie sie einfach so über das freie Gleis gingen. Da helfen dann auch keine Seilschaften oder andere Sicherungen. Märklin-Profis aber wissen um die Gefahren des Schienenverkehrs.

 

DU BRAUCHT...

… nur Material, das du ohnehin besitzt. Etwas Draht für die Seile liegt ebenso in deiner Bastelkiste wie Holz für die Bretter der Hängebrücke und für die Podeste. Beim Ablängen der Seile leistet ein Seitenschneider gute Dienste. Lass dir von einem Erwachsenen helfen, wenn deine Kräfte nicht genügen. Mit dem Bastelmesser, der Laub- oder der Bügelsäge schneidest du das Holz zurecht, das du mit Alleskleber oder Weißleim befestigst.

 

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Modellbau und Fotos: Modellbahn-AG des Thomas-Mann-Gymnasiums Stutensee unter Leitung von Matthias Wagner - Text: Torsten Berndt
Sicherheitskontrolle der Reifenbrücke