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Anlagenbau Betonwerk

EIN KÜNSTLICHER STEIN

Auf modernen Baustellen ist ein Werkstoff unverzichtbar: Beton. Zeit, ein Betonwerk im Märklin-Maßstab 1 : 87 zu errichten. Wo immer du hinschaust, entdeckst du Beton. Manchmal siehst du ihn unmittelbar, zum Beispiel eine graue Wand in einem modernen Gebäude. Fachleute sprechen dann von „Sichtbeton“. Meistens zeigt sich der Beton mehr oder weniger verkleidet; man sagt auch verblendet. Er verschwindet beispielsweise hinter eine Fassade aus vorgetäuschtem rotem Backstein. Alle roten Wände entstanden eigentlich aus Beton, vor den aber die Verkleidung angebracht wurde. Dies erkennst du, wenn du genau hinschaust. An mindestens einer Stelle befindet sich nämlich eine sogenannte Bewegungs- oder Dehnfuge. Dort ist die Verkleidung unterbrochen. Statt der scheinbaren Backsteine siehst du eine Fuge aus einem elastischen Material. Wenn sich die Temperaturen ändern, dehnen sich nämlich der Beton und die Verkleidung in unterschiedlich starkem Maße aus. Dies müssen die Bauherren mit den Dehnfugen ausgleichen. Etwas ähnliches kennst du von Brücken her. Da deren Tragwerk im Sommer und im Winter unterschiedlich lang und breit ist, müssen auf einer Seite die Lager beweglich platziert werden. Auf der Fahrbahn sieht du beispielsweise eine zickzackförmige Bewegungsfuge aus Stahl. Doch zurück zum Beton. In Berlin entstanden in den vergangenen Jahren zwei große Bahnhöfe aus Beton. Der Bahnhof Südkreuz zeigt sehr viel Sichtbeton. Zu den Schönheiten seiner Familie gehört er nicht unbedingt. Etwas ansehnlicher wirkt der Bahnhof Gesundbrunnen mit seiner Verkleidung aus rotem Backstein. Natürlich erkennt man, dass alles nicht echt ist. Dennoch laden die Farbtupfer eher zum Verweilen ein als die graue Betonödnis am Südkreuz. Schau dich einmal auf den Bahnhöfen um, wenn du Berlin besuchst.

EIN KÜNSTLICHER STEIN

Auf modernen Baustellen ist ein Werkstoff unverzichtbar: Beton. Zeit, ein Betonwerk im Märklin-Maßstab 1 : 87 zu errichten. Wo immer du hinschaust, entdeckst du Beton. Manchmal siehst du ihn unmittelbar, zum Beispiel eine graue Wand in einem modernen Gebäude. Fachleute sprechen dann von „Sichtbeton“. Meistens zeigt sich der Beton mehr oder weniger verkleidet; man sagt auch verblendet. Er verschwindet beispielsweise hinter eine Fassade aus vorgetäuschtem rotem Backstein. Alle roten Wände entstanden eigentlich aus Beton, vor den aber die Verkleidung angebracht wurde. Dies erkennst du, wenn du genau hinschaust. An mindestens einer Stelle befindet sich nämlich eine sogenannte Bewegungs- oder Dehnfuge. Dort ist die Verkleidung unterbrochen. Statt der scheinbaren Backsteine siehst du eine Fuge aus einem elastischen Material. Wenn sich die Temperaturen ändern, dehnen sich nämlich der Beton und die Verkleidung in unterschiedlich starkem Maße aus. Dies müssen die Bauherren mit den Dehnfugen ausgleichen. Etwas ähnliches kennst du von Brücken her. Da deren Tragwerk im Sommer und im Winter unterschiedlich lang und breit ist, müssen auf einer Seite die Lager beweglich platziert werden. Auf der Fahrbahn sieht du beispielsweise eine zickzackförmige Bewegungsfuge aus Stahl. Doch zurück zum Beton. In Berlin entstanden in den vergangenen Jahren zwei große Bahnhöfe aus Beton. Der Bahnhof Südkreuz zeigt sehr viel Sichtbeton. Zu den Schönheiten seiner Familie gehört er nicht unbedingt. Etwas ansehnlicher wirkt der Bahnhof Gesundbrunnen mit seiner Verkleidung aus rotem Backstein. Natürlich erkennt man, dass alles nicht echt ist. Dennoch laden die Farbtupfer eher zum Verweilen ein als die graue Betonödnis am Südkreuz. Schau dich einmal auf den Bahnhöfen um, wenn du Berlin besuchst.

BETON AUS PAPPBAU

Ein Betonmischwerk auf deiner Märklin-Anlage nachzubauen, ist recht einfach. Es besteht aus einer Mischanlage mit der Beladevorrichtung für die Betonmischfahrzeuge und Bunkern für die Lagerung der einzelnen Bestandteile. Sand und Kies kann unter freiem Himmel aufbewahrt werden, Zement dagegen nicht. Nach einem kräftigen Regenguss hätte der Fabrikant ansonsten keine Freude mehr damit. Im Werk selbst erfolgt dann die Mischung der einzelnen Bestandteile, ehe der Transportbeton in das bereitgestellte Betonmischfahrzeug fließt. Der Beton im kleinen Maßstab entsteht in einem Bau aus Pappe, wie Manuel vom Modellbahn Team Blaufelden zeigt. Sie schneiden die Wände des Mischwerkes mit einem scharfen Bastelmesser aus 1,5 Millimeter starker Pappe aus. Sei vorsichtig im Umgang mit dem Bastelmesser! Es ist sehr scharf. Bitte lieber einen Erwachsenen um Hilfe. Die Wände werden mit Alleskleber befestigt, ebenso das Dach. Auf dieselbe Weise entsteht das Freilager. Es bekommt nur kein Dach, das ist der einzige Unterschied. Die Wände trennen die einzelnen Lagerbereiche voneinander, die Kammern. In ihnen finden Kies und Sand in unterschiedlichen Körnungen Platz. Dass es groben und feinen Kies und Sand gibt, brauchen wir einem Märklin-Profi wohl kaum zu verraten, oder? Die Wände des Mischwerks erhalten nun bunte Farben. In Blaufelden erstrahlen sie in Blau und Gelb, den Farben des Betonherstellers. Dessen Firmenschild siehst du auf den Silos. Es wurde von einem Betonwerk fotografiert und in der passenden Größe ausgedruckt. Silos, in denen der Zement lagert, kannst du natürlich im Bausatz kaufen. Schöner ist es aber, sie aus einem Plastikrohr selbst nachzubilden. Das tat der Blaufelder Märklin-Profi. Schlussendlich musst du noch eine freie Ecke auf deiner Märklin-Anlage finden, um das Betonmischwerk aufzustellen. Danach können die ihr Häusle bauenden Preiserlein frischen Beton bestellen.






 

DU BRAUCHST

für das Betonmischwerk vor allem Materialien, die eh in deiner Bastelkiste stecken. 1,5 Millimeter starke Pappe verwendest du für verschiedene Zwecke. Gut geeignet ist zum Beispiel der Karton, der bei der Arbeit mit Zeichenblöcken übrig bleibt. Farbe und ein scharfes Bastelmesser besitzt du ohnehin, ebenso Alleskleber. Wenn du die Silos nicht selbst bauen möchtest, schau dich einfach bei deinem Märklin-Fachhändler um, was er anbietet. Dann bau das Silo, das dir am besten gefällt. Dein Märklin-Fachhändler kann dir zudem verschiedene Kräne zeigen, die Kies und Sand aus dem Freilager ins Mischwerk befördern. Schließlich brauchst du noch Lastwagen, die frischen Kies und Sand zum Betonmischwerk bringen, und Betonmischfahrzeuge, um den Transportbeton zu den Baustellen befördern zu können. Dein Märklin-Fachhändler hat verschiedene Laster im Angebot.

 

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Model-building: Manuel of the Modellbahn Team Blaufelden under direction of Marliese and Siegfried Gehringer Photos: Marliese Gehringer (construction photos), Michael Robert Gauß (scenic photos), Image processing: Michael Robert Gauß